Bereit fürs Job-Date?

A, B oder C: Der große Multiple-Choice-Test fürs Vorstellungsgespräch

Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen? Herzlichen Glückwunsch! Hier kannst du testen, ob du dich in der ungewohnten Situation gut schlagen wirst.


1

Du hast dir dein Bewerbungsoutfit sorgsam zusammengestellt: Ausgerechnet am Tag des Vorstellungsgesprächs entdeckst du einen Fleck auf dem Oberteil. Und nun?

A Ganz klar: Ich ziehe etwas anderes Gutes an. Eine Alternative hatte ich ohnehin schon im Hinterkopf.

B Dann gehe ich eben im Alltagslook.

C Wenn es meinem Gegenüber im Gespräch auffällt, sage ich, es sei gerade erst passiert.

 

2

Du bist für 11 Uhr zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wann erscheinst du?

A Punkt 11 Uhr – wann sonst?

B Kommt drauf an, wie groß das Unternehmen ist: Bei einem Konzern mit Rezeption fünf Minuten eher, damit man mich anmelden kann. Bei einem kleinen Unternehmen sind die Wege kürzer, da reichen auch ein, zwei Minuten früher, in denen ich mich ggf. noch orientieren kann.

C Fünf bis zehn Minuten später sind auch noch okay: Mein Gesprächspartner wird ja nicht mit der Stechuhr auf mich warten.

 

3

Du stehst völlig außer Atem vor dem Unternehmensgebäude, weil du dich tierisch beeilen musstest, nachdem deine Bahn Verspätung hatte. Wie geht´s weiter?

A Ich stürme sofort in das Gebäude rein, schließlich will ich nicht noch später da sein.

B Ich atme draußen vor der Tür noch dreimal tief durch, damit ich runterkomme, und gehe dann gelassen rein.

C Jetzt kommt es auch nicht mehr drauf an: Ich checke noch mal eben schnell Nachrichten auf dem Handy.

 

4

Erste Frage im Vorstellungsgespräch: „Wie geht es Ihnen?“ Was geht in dir vor – und wie lautet deine Antwort?

A Wollen die eine ehrliche Antwort? Ist das ernst gemeint? Ich bin skeptisch und sage mal abwartend: „So weit ganz gut.“

B Ich finde es nett, dass ich so etwas gefragt werde. Das nimmt mir die Nervosität. Ich lächele mein Gegenüber an und sage: „Sehr gut, vielen Dank.“

C Wie soll es einem schon gehen? Aufgeregt bin ich natürlich. Genau das sage ich auch: „Ich bin ein bisschen aufgeregt und freue mich sehr, hier zu sein.“

 

5

Dein Handy klingelt während des Vorstellungsgesprächs – ein absolutes No-Go. Wie rettest du die Situation?

A Du gehst dran und sagst dem Anrufer, dass du gerade nicht kannst, weil du etwas Wichtigeres zu tun hast.

B Du sprichst einfach weiter bzw. hörst weiter zu, suchst dabei dein Handy und drückst den Anrufer weg. Bloß nichts anmerken lassen!

C Du sprichst deinen Fehler offen an, während du nach dem Handy suchst, um es auszustellen, und entschuldigst dich („Das hätte nun wirklich nicht passieren dürfen. Das war echt unaufmerksam von mir. Mir ist das Gespräch sehr wichtig. Entschuldigen Sie bitte die Störung!“).

 

6

Die Personalchefin spricht dich auf deine schlechte Mathenote im Zeugnis an. Wie erklärst du sie?

A Ich beteuere, dass auch alle anderen Schüler in meiner Klasse so schlechte Noten hatten und dass das gar nichts aussagt.

B Ich versichere ihr, dass der Lehrer doof ist und mich ungerecht beurteilt hat. Bei einem anderen Lehrer würde ich sicher eine Note besser stehen.

C Ich sage ihr, dass mich das auch ärgert, aber dass ich in der Schule bei Mathe oft ein Brett vor dem Kopf habe. In der Praxis sieht man den Bezug und deshalb bin ich mir sicher, dass mir Mathe im Job bzw. in der Berufsschule leichter fallen wird.

 

7

Dein Gegenüber fragt dich, was du über den Beruf weißt, auf den du dich bewirbst. Ein Praktikum in dem Bereich hättest du ja noch nicht gemacht. Du erklärst, dass du dich online informiert hast, und …

A … erzählst, welche Informationen du genau gefunden hast, z. B. Berichte zu einem beispielhaften Arbeitstag in dem Beruf und was dir daran gefallen hat.

B … berichtest, welche der Informationen den Ausschlag gegeben haben, dass du dich für den Beruf interessierst – allen voran die hohe Ausbildungsvergütung.

C … sagst, dass du den Beruf schon vorher ins Auge gefasst hast, weil er deinen Interessen entspricht, und dass die Informationen im Internet dich dann bestärkt haben, dich zu bewerben.

 

8

„Hätten Sie Lust, mal einen Schnuppertag bei uns zu verbringen?“ Was sagst du zu dem Angebot?

A Was versteht man denn unter einem Schnuppertag? Muss ich direkt mal nachfragen!

B Was für ein Aufwand für eine Ausbildungsstelle …

C Ich freue mich über das Interesse an meiner Person und sage, dass ein Schnuppertag gut für mich klingt. Zu Hause kann ich ja immer noch mal darüber nachdenken.

 

9

Du stellst dich in einer Tierarztpraxis mit dem Ausbildungswunsch Tiermedizinische/r Fachangestellte/r vor und wirst gefragt, ob du dich auch für einen anderen Ausbildungsberuf beworben hast …

A „Nein, denn andere Ausbildungsberufe interessieren mich nicht: Ich kann mir nichts anderes vorstellen!“

B „Ja, natürlich habe ich das. Hauptsache, eine Ausbildung!“

C „Ja, denn neben meiner Liebe zu Tieren habe ich noch eine kreative Ader. Das wäre schon eine Alternative.“

 

10

Die Grundregel Nummer 1 für das Vorstellungsgespräch heißt: authentisch sein. Was versteht man darunter?

A Man soll sich nicht verstellen: Wenn einem etwas gefällt, sagt man es. Wenn einem etwas nicht gefällt, aber auch.

B Man soll sich nicht verbiegen: Übertriebene Höflichkeit ist fehl am Platz. Besser ist es, locker zu bleiben.

C Man soll selbstbewusst sein und sich auf seine Stärken besinnen.

 

11

„Warum haben Sie sich bei unserem Unternehmen beworben?“ Was möchte dein Gegenüber jetzt wohl am liebsten hören?*

A „Ich habe mich bei allen Unternehmen beworben, die diesen Ausbildungsberuf anbieten.“

B „Ich habe eine Stellenanzeige Ihres Unternehmens gelesen und war dann auf Ihrer Website. Ich habe dort viele Informationen gefunden, die mir gefallen haben, zum Beispiel …“

C „Ihr Unternehmen ist doch bekannt in der Stadt!“

* Du hast noch kein Praktikum in dem Unternehmen gemacht und du kennst dort auch niemanden.

 

12

Welche der folgenden Fragen im Vorstellungsgespräch werfen dich aus dem Rennen?

A „Wie viel Geld bekomme ich im Monat?“

B „Gibt es bei Ihnen Gleitzeit?“

C „Kann man die Ausbildung verkürzen?“

 

13

Ganz oft lautet die letzte Frage im Vorstellungsgespräch: „Haben Sie noch Fragen?“ Was antwortest du?

A „Nein, ich habe alle Fragen schon im Gespräch klären können.“

B „Ja, ich habe noch Fragen, nämlich:…?“

C „Im Moment nicht. Aber vielleicht darf ich mich noch einmal melden, falls mir im Nachhinein noch etwas einfällt?“

 

 

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