Mit einem Klick: So machst du deine Bewerbung E-Mail-tauglich

Die Bewerbungsmappe, mit der Post verschickt, hat inzwischen (fast) ausgedient: Die meisten Unternehmen, vor allem größere Betriebe, setzen auf Online-Bewerbungen – allen voran auf E-Mails. Mit unserer Checkliste kommen die richtig gut an!

E-Mail-Adresse

Eine gute E-Mail-Bewerbung beginnt mit einer seriösen E-Mail-Adresse. Wenn du dich mit moppelpupsi@web.de oder schatzi@gmx.de bewirbst, landest du gleich im virtuellen Papierkorb – so viel ist klar. Aber auch bei Spitznamen solltest du aufpassen: sabsi.mueller@gmx.de für eine Sabrina Müller funktioniert nicht. Leg dir deshalb auf jeden Fall eine zusätzliche E-Mail-Adresse speziell für ­Bewerbungen zu, die nach dem Muster vorname.nachname@provider.de funktioniert.

Anschreiben und Lebenslauf

Du hast dein Anschreiben formuliert, der Lebenslauf ist fertig. Fehlen noch die Unterschriften (auf beiden Dokumenten!) und das Foto. Die Unterschrift kannst du in einer Schreibschrift oder in einer kursiven Schrift unter Anschreiben und Lebenslauf setzen. Schöner ist es, wenn du deine eigene Unterschrift einscannst und daruntersetzt. Den Scan bettest du in die Dokumente ein. Wichtig: Wahrscheinlich hast du Anschreiben und Lebenslauf in MS-Word oder einem anderen Textprogramm geschrieben. Dann musst du die beiden Dokumente auf jeden Fall im PDF-Format abspeichern! Nur so kannst du sicherstellen, dass der Empfänger sie an seinem Rechner auch so sieht wie du zu Hause.

Zeugnisse und weitere Bestätigungen

Zeugnisse etc. musst du einscannen (lassen). Wenn du zu Hause keinen Scanner hast, übernimmt das der Copy-Shop. Wichtig: Mache keine farbigen Scans (auch wenn das Logo deines Praktikums-Unternehmens farbig besser wirkt), weil die zum Versenden hinterher möglicherweise zu groß sind. Auch diese Dokumente sollten als PDF vorliegen, nicht als JPG oder in einem anderen Format!

Anhang

Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse etc. müssen jetzt in ein einziges Dokument überführt werden. Dafür gibt es Onlinetools wie www.pdfjoiner.com oder Gratisprogramme wie unter www.pdf24.org. Tipp: Gib dem Dokument nicht den Namen der Firma, bei der du dich bewirbst, sondern benenne es nach dem Muster (dein)vorname_(dein)name_unternehmen. Das zeigt, dass du mitdenkst: Denn wenn das Unternehmen lauter Bewerbungen erhalten würde, die ausschließlich seinen eigenen Firmennamen tragen, würde es völlig den Überblick verlieren! Achte in jedem Fall darauf, dass der Anhang insgesamt nicht zu groß wird – maximal zwei Megabyte (2 MB) sind okay. Viele Firmen machen auch auf der Homepage inzwischen Vorgaben zur Dateigröße von Bewerbungen.

E-Mail

Kommt der Text vom Anschreiben noch einmal in die E-Mail oder nicht? Darüber diskutieren auch die Experten. Einige empfehlen, nur einen kurzen Hinweis zu machen („im Anhang zu dieser E-Mail finden Sie meine Bewerbung…“). Andere sagen, dass du dir die Chance für einen guten ersten Eindruck nicht nehmen lassen solltest und hier noch ein wenig mehr schreibst. Dazu hast du zwei Möglichkeiten: Entweder kopierst du die ersten zwei, drei Sätze aus deinem Anschreiben – je nachdem, wie viele Sinn machen – in die Mail oder du hast noch eine Idee, die darüber hinausgeht. Vielleicht hast du ja noch etwas Aktuelles über das Unternehmen in der Zeitung oder im Netz erfahren und kannst das noch einfließen lassen, z. B. „Gerade heute habe ich gelesen, dass Sie Ihr Unternehmen erweitern wollen/neue Filialen eröffnen/eine neue Broschüre herausgegeben haben etc. und bin schon sehr gespannt, von Ihnen darüber mehr zu erfahren.“


Bewerben im Karriereportal

Bei vielen Firmen kannst du dich heute direkt über die Homepage, in einem so genannten Karriereportal, bewerben. Du füllst dann direkt am Rechner ein Bewerbungsformular aus. Die Bewerbung ist damit weitgehend standardisiert und du kannst mit deiner Individualität – etwa einem gut formulierten Anschreiben oder einer schön gestalteten Übersichts­seite zu deinen Praktika – nicht mehr punkten. Umso wichtiger ist, dass du die Online-Formulare sorgfältig (keine Tippfehler!) und umfassend ausfüllst.

Lass keine Leerstellen, sondern schreib in die Felder immer etwas hinein, was dem Verlangten am nächsten kommt. Freitextfelder sind deine Chance – vergib die Gelegenheit nicht, indem du dort Floskeln schreibst, sondern formuliere genau und präzise!


Bloss nicht!

Sind die Unterlagen angekommen? Warum also nicht einfach eine Lesebestätigung anfordern… Der Empfänger wird beim Öffnen der elektronischen Post dann automatisch dazu aufgefordert, den Erhalt zu bestätigen. Darauf solltest du aber lieber verzichten. Auf einige Empfänger wirkt das unhöflich, weil sie sich dann unter Druck gesetzt fühlen!

 

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