School’s out

An den Dortmunder Schulen laufen jede Menge Projekte zur Berufswahl und Berufsvorbereitung. Was du dort gemacht hast, kannst du auch als „Futter“ für deine Bewerbung nutzen.

Treffer-Ideen fürs Anschreiben

 

Du hast eine Potenzialanalyse in der Schule oder bei der Agentur für Arbeit gemacht? Dann nimm darauf Bezug, wenn es passt, z. B. so:

 

Dass ich eine kreative Ader habe/Dass ich technisch begabt bin/Dass ich gut in Sprachen bin/Dass ich sehr kommunikativ bin, hat sich schon bei einer Potenzialanalyse in der Schule herausgestellt.

 

Praktika sind Pflicht. So kannst du sie in der Bewerbung für dich nutzen:

 

Ich habe mich im Vorfeld meiner Bewerbung breit orientiert und viele schulische Angebote wahrgenommen. Dazu gehörten ein zweiwöchiges Betriebspraktikum bei ________________ und ein Langzeitpraktikum bei __________________.

 

Ich habe mich ganz bewusst entschieden, zwei so unterschiedliche Berufe auszuprobieren, weil _______________________.

 

Ich habe mich nach dem ersten Praktikum für ein zweites in derselben Branche entschieden, weil ________________________.

 


Tipp: Wenn du dir einen besonderen Praktikumsplatz selbst gesucht hast, dann erwähne das durchaus. Eigeninitiative kommt bei deinem zukünftigen Arbeitgeber gut an!


 

Du hast mit der Schule Unternehmen besucht? Dann berichte davon. (Wie immer gilt auch hier: wenn es zur Bewerbung passt!)

Auf die Idee, mich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz zu bewerben, bin ich durch eine Betriebsbesichtigung/einen Besuch des Tags der offenen Tür bei einem Unternehmen aus dem Bereich ______ gekommen. Dort hat mir besonders _____ gefallen.

 


Wer hat’s gesagt?

„Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“

  1. Der römische Philosoph Seneca (165 n. Chr.)
  2. Der Dichter Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832)
  3. Der Pop-Titan und DSDS-Juror Dieter Bohlen (* 1954)

 

Die Lösung steht ganz unten.


Treffer-Ideen für den Lebenslauf

 

Du brauchst Stoff für den Lebenslauf? Deinen zukünftigen Arbeitgeber interessiert, wofür du dich über den Schulstoff hinaus wirklich interessierst. Unter „Sonstiges“ kannst du Folgendes vermerken:

 

  • Teilnahme an AGs, z. B. Schulband, Musical/Theater, Streitschlichtung, Schule ohne Rassismus, Informatik, Schulgarten. Warum? Die Teilnahme an AGs unterstreicht, dass du dich engagierst und wofür du stehst, aber auch, was du kannst.

 

  • Teilnahme an Girls‘ Day/Boys‘ Day Warum? Das zeigt, dass du dir Gedanken über die Berufswahl gemacht hast und nicht festgefahren bist.

 

  • Teilnahme an Schüleraustausch/Sprachreisen, Aufnahme von Gastschülern in deiner Familie. Warum? Das zeigt deinem Arbeitgeber, dass du neugierig bist und interkulturelle Kompetenz besitzt.

 

Wichtig: Erwähne nur die Projekte, die wichtig für deinen künftigen Beruf sind und hinter denen du auch wirklich stehst. Wenn du eine Lehre als Tischler machen willst, ist der Schüleraustausch nicht so wichtig; da zählt dann eher die Teilnahme an einer AG zur Gestaltung des Schulgartens. Und auch da solltest du dich wirklich eingebracht haben. Wäre ja peinlich, wenn du im Vorstellungsgespräch darauf angesprochen wirst – und dann noch nicht mal richtig erklären kannst, was ihr da gemacht habt.

 

 


3 Tipps vom Beratungslehrer

Wählt das dreiwöchige Schülerbetriebspraktikum sorgfältig aus! Sollte man hier einen guten Eindruck hinterlassen, wird man bei einer späteren Bewerbung bevorzugt, weil der Betrieb nach drei Wochen einen Praktikanten sehr gut einschätzen kann.

Übt in der Schule Bewerbungsgespräche. Hier kann man Sicherheit gewinnen und auf Fehler hingewiesen werden. In dem späteren echten Bewerbungsgespräch in einem Betrieb entscheiden oft Kleinigkeiten darüber, ob man genommen wird oder nicht.

Für soziale Berufe ist ein freiwilliges soziales Jahr nach der Schule sinnvoll!

Hans-Jörg Reinoss, Beratungslehrer/Berufswahlkoordinator, Theodor-Heuss-Realschule, Dortmund


 

 

Lösung A ist richtig.

 

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