Sie hat’s geschafft

Mit Mitte 20 war die Dortmunderin Wibke Wilms „plötzlich Filialleiterin“ – zumindest stellvertretende Filialleiterin in der Aplerbecker Filiale der Dortmunder Volksbank. Ob sie daran schon zu Beginn ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau gedacht hat, erfahrt ihr hier.

Mit 300 anderen Studierenden im Hörsaal sitzen – nein, danke! Für Wibke Wilms stand nach dem Abi sofort fest, dass sie eine Ausbildung machen will: mit einem strukturierten Tagesablauf, Verantwortung und Verdienst. Schon als Schülerin hatte sie sich im Getränkehandel ihres Vaters den ein oder anderen Euro dazuverdient und dabei zudem gemerkt, dass ihr sowohl der Umgang mit Geld als auch der Kontakt zu Kunden Spaß machte. Nach einem Gespräch mit dem Bankberater ihrer Eltern zu ihrem 18. Geburtstag stand für sie fest: „Hier gehöre ich hin.“

 

Dass auch in der Praxis alles passt, war für die Dortmunderin schon nach drei Monaten klar. Dass sie dann aber mit Mitte 20 bereits stellvertretende Leiterin einer Filiale der Volksbank sein könnte, darüber hatte sie zu dem Zeitpunkt nicht nachgedacht: „Allerdings habe ich mich während der Ausbildung schon recht schnell damit befasst, welche Weiterbildungsmöglichkeiten die Bank und der Beruf bieten“, erinnert sich die leidenschaftliche Hobbyreiterin. Und so bewarb sie sich nach Abschluss der Ausbildung direkt auf ein internes Traineeprogramm. „Und dann wurde das Thema Karriere irgendwie zum Selbstläufer“, schmunzelt sie. „Denn durch das Traineeprogramm habe ich ein sehr breites Fundament erhalten, das viele berufliche Spielräume eröffnet.“ Und dazu gehörte auch der Weg an die Spitze der Aplerbecker Filiale. Die leitet die Bankbetriebswirtin heute übrigens.

 


„Ich bin nicht angetreten, um Führungskraft zu werden, sondern mir war es wichtig, dass ich eine gute Ausbildung bekomme und Perspektiven habe. Alles andere ist nach und nach gewachsen.“

Wibke Wilms


 

Der Kontakt zu Kunden ist ihr dabei ebenso wichtig wie der zu den Mitarbeitern und dem Team. War es schwierig, sich als „junges Küken“ durchzusetzen? „Fachlich war ich auf alle Fälle gut vorbereitet – vom Kredit- bis zum Wertpapiergeschäft: Mein Know-how war auf dem neuesten Stand“, so Wibke Wilms. „Aber natürlich war ich anfangs gerade im Kontakt mit den Mitarbeitern auch unsicher. Ich war in der Filiale tatsächlich die Jüngste von allen. Da fragt man sich dann schon, ob man auch von den älteren Mitarbeitern akzeptiert wird. Denn ganz ehrlich: Gerade in das Thema Mitarbeiterführung muss man ja noch reinwachsen. Man braucht neben der Menschenkenntnis auch ein Stück weit Erfahrung, um der großen Verantwortung gerecht zu werden.“ Das ist gelungen: Aus dem „jungen Küken“ ist inzwischen ein „alter Hase“ geworden – das aber natürlich nur sprichwörtlich!

 

Inzwischen hat die Volksbank Wibke Wilms sogar zum genossenschaftlichen Bankenführungsseminar geschickt. Dadurch besitzt sie jetzt die theoretische Vorstandsqualifikation.

 


 

Wo? Die Dortmunder Volksbank gehört zu den größten Volksbanken in Deutschland. Mehr als 1.000 Menschen sind in Dortmund sowie in den Niederlassungen in Hamm, Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel beschäftigt. Allein in Dortmund gibt es neben der Hauptstelle mehr als 20 Filialen.

Was? Die Volksbank ist ein besonderes Geldinstitut. Denn die Kunden sind hier oftmals zugleich Genossenschaftsmitglieder – und damit Miteigentümer der Bank.

Infos unter www.dovoba.de.

 

 

Fotos: Dortmunder Volksbank, Shutterstock