Sie hat’s geschafft

Als Auszubildende der Spar- und Bauverein eG hätte sich die mittlerweile studierte Immobilienkauffrau Eva Fehringer, 28, nicht träumen lassen, dass sie dort nur wenige Jahre später Neubauprojekte managen darf.

Warum Eva Fehringer 2011 eine Ausbildung als Immobilienkauffrau begonnen hat, kann sie schnell erklären: „Immobilien sind einfach etwas Greifbares“, erklärt die 28-Jährige, die zuvor das Wirtschaftsgymnasium absolviert hatte. Wie greifbar, das hätte sie sich vor sieben Jahren allerdings kaum vorstellen können. Doch heute steht sie im Dortmunder Stadtteil Brackel an der Reichshofstraße vor zwei Gebäuden mit 21 Wohnungen, bei deren Planung und Bau sie bei der Spar- und Bauverein eG alle Fäden in der Hand gehalten hat. Aber der Reihe nach.

Noch während ihrer Ausbildung nimmt Eva Fehringer das Bachelorstudium Real Estate an der EBZ Business School in Bochum auf, ein berufsbegleitendes Studium mit Präsenzpflicht an je zwei Freitagen und Samstagen pro Monat. Sechs Semester dauert es. Erst Ausbildung und Studium, dann Job und Studium – eine ganz schöne Doppelbelastung: „Wenn freitags der Feierabend kurz bevorstand, dann bin ich nach Bochum gefahren, um zu studieren. Und wenn meine Freunde am Wochenende ausgingen, habe ich zu Hause eine Studienarbeit fertig geschrieben“, erinnert sich Eva Fehringer. „Aber da mir der Beruf Spaß macht, habe ich das überhaupt nicht als Belastung wahrgenommen. Im Gegenteil: Theorie und Praxis, aber auch die verschiedenen Fachbereiche, die man während der Ausbildung kennenlernt, verknüpfen sich durch das Studium auf eine besondere Weise – und der Beruf wird immer interessanter.“ Tatsächlich schließt sie nicht nur ihre Ausbildung mit der Bestnote „sehr gut“ ab, sondern erhält auch später für ihre Bachelor-Thesis zum Thema „Implementierung eines ganzheitlichen Baukostenmanagementsystems“ eine „1,0“.

Bei der Dortmunder Genossenschaft wechselt Eva Fehringer nach der Ausbildung ins Portfoliomanagement und ist dort für den Bereich Neubau zuständig. Die in diesem Jahr fertiggestellten Wohngebäude in Brackel sind das erste Projekt, das sie von der Planung und Finanzierung bis zur Schlüsselübergabe an die Mieter betreuen konnte. Das Aufgabenspektrum ist vielfältig und unglaublich spannend. Es reicht vom Ankauf des Grundstücks über Ausschreibungen für den Bau bis hin zur Überwachung der Kosten nach dem von ihr für ihre Bachelorarbeit entwickelten System und dem Check des Baufortschritts auf der Baustelle. „Natürlich gibt es dort eine Bauleitung, aber als Bauherr muss man ja schließlich nach dem Rechten sehen“, lacht Eva Fehringer – und ist schon ein wenig stolz darauf, wenn sie sieht, dass die neuen Mieter sich heute in ihren modernen, komfortablen Wohnungen pudelwohl fühlen.

 


Wer? Spar- und Bauverein eG Dortmund

Was? Die Genossenschaft wurde im Jahr 1893 als Selbsthilfeeinrichtung zur Linderung der Wohnungsnot gegründet und ist heute eine starke Genossenschaft mit fast 20.000 Mitgliedern. Mehr als 100 Mitarbeiter und acht Auszubildende kümmern sich um die Vermietung von ca. 12.000 Wohnungen, 2.500 Garagen sowie rund 100 Gewerbeeinheiten und die Belange der Mieter. Außerdem besitzt sie eine Spareinrichtung.

Weitere Infos: www.sparbau-dortmund.de

 

Fotos: Spar- und Bauverein eG