Studieren für Dummies

Ganz schön groß hier an der Uni, ganz schön viele Leute an der FH – und mittendrin du, der „Ersti“, kurz für Erstsemester. Wie soll ich da nur Anschluss finden,fragst du dich? Kleiner Trost: Alle anderen fragen sich das auch. So klappt der Start ins Studium.

Der Campus

Eine Uni oder FH ist verdammt groß und übersichtlich – kein Vergleich mit einem Schulgebäude. Und anders als in der Schule sagt einem auch keiner, wo’s lang geht. Deshalb stürze dich auf den Lageplan und schau dir genau an, wo welche Einrichtungen liegen. Es wird aber sicher ein paar Wochen dauern, bis du die Wege im Schlaf kennst.

Diese Erfahrung haben andere gemacht: „Schon beim Suchen der Räume bilden sich meist die ersten Sympathiegrüppchen.“

 

Die Orientierung

Eine Woche vor oder direkt zu Beginn des eigentlichen Semesters gibt es für die Neuanfänger jede Menge Einführungsveranstaltungen, meist organisiert von den Fachschaften.
Fachschaften sind Interessengruppen von Studierenden einer Fakultät oder eines Instituts, d. h., da gibt es Infos, die sich auch auf dein konkretes Studium bzw. deine Studienfächer beziehen. Außerdem lernst du die Leute kennen, die in deinen Vorlesungen und Seminaren sitzen. In den Einführungsveranstaltungen wird dir gezeigt, wie alles funktioniert.

Diese Erfahrung haben andere gemacht: „Bei uns wurden in der ersten Woche Campus- und Bibliotheksführungen angeboten. Oder es gab einen Brunch mit der Fachschaft oder eine Schnitzeljagd. Abends gab es Kneipentouren. Nach dieser Woche war dann wirklich niemand mehr alleine unterwegs!“

 

Die Planung

In der Schule wurde dir der Stundenplan vorgesetzt, hier machst du ihn selbst. Das ist schon eine Wissenschaft für sich, da du zum einen bestimmte Pflichtveranstaltungen besuchen musst, zum anderen ja auch eigene Schwerpunkte hast. Manche Vorlesungen überschneiden sich oder man kann es gar nicht rechtzeitig von A nach B schaffen. Wieder andere haben Teilnehmerbeschränkungen: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. In den Einführungsveranstaltungen helfen dir aber ältere Studenten bei der Erstellung des Plans. Und erfahrungsgemäß finden sich unter den Erstsemestern schnell Klübchen, die das gemeinsam machen: Man sieht einen verzweifelt in der Uni steht – und spricht ihn an. So einfach geht das. Übrigens: Viele Dozenten bieten Semester für Semester ähnliche Kurse an, d. h., du hast immer noch eine zweite Chance, wenn du nicht gleich in einen Kurs kommst.

Diese Erfahrung haben andere gemacht: „Am Anfang wird man eher mit Informationen erschlagen, als dass man zu wenige bekommt. Wenn ich nur an die ganzen Zugangsdaten denke, vom WLAN am Campus bis zur Stundenplansoftware! Ich habe mir eine Mappe angelegt und dort alles abgeheftet, was man mir in die Hand gedrückt hat.“

 

Die Freizeit

Das Freizeitangebot an Universitäten und Fachhochschulen ist sehr vielfältig. Besonders attraktiv ist der Hochschulsport. Die Kurse sind oft kostenlos oder gegen relativ geringe Beiträge nutzbar. Das Angebot ist meist sehr beliebt, der Andrang also groß. Deshalb informiere dich frühzeitig, wo du dich anmelden kannst. Der Hochschulsport ist übrigens auch eine sehr gute Möglichkeit, neue Freunde zu finden.

 

Die Freunde

Es passiert relativ selten, dass Schulfreunde zur gleichen Uni gehen und dann auch noch denselben Studiengang belegen. Du bist also tatsächlich erst mal wirklich auf dich gestellt: Ein ganz neuer Lebensabschnitt beginnt. Aber es ist wirklich sehr leicht, an der Uni neue Freunde zu finden – ob auf den Partys, die angeboten werden, oder auch in den Kursen, die du besuchst. Ganz oft arbeitet man dort auch im Team, muss Hausarbeiten oder Referate gemeinsam ausarbeiten. Nicht immer sind das die Leute, mit denen man sich auch befreundet, aber es gibt einem schon mal ein gutes Gefühl, wenn man irgendwohin kommt und gleich ein paar Leuten zunicken kann.

Diese Erfahrung haben andere gemacht: „An der Uni gibt es auch wirklich alle Typen von Menschen – allein schon aufgrund der Menge an Studierenden. Glaub mir, da findet jeder Anschluss.“

 

Fotos: Shutterstock