Wie geht das denn? Ausbildung verkürzen

Wie lange eine Ausbildung dauert, hängt von dem gewählten Beruf ab. Grundsätzlich liegt die Ausbildungsdauer zwischen zwei und 3,5 Jahren. Doch man kann die Ausbildung abkürzen – alle Infos.

Ein angehender Metallbauer oder Mechatroniker hat nach 3,5 Jahren ausgelernt, ein Gärtner und eine Automobilkauffrau nach drei Jahren und dann gibt es ja noch die zweijährigen Ausbildungsberufe (s. auch S. 24). Das ist dir zu lang? Dann gibt es zwei Möglichkeiten, die Ausbildung zu verkürzen:

Schulabschluss. Mit einem mittleren Bildungsabschluss kannst du die Ausbildung z. B. um sechs Monate, mit Fachhochschulreife oder Abitur um höchstens zwölf Monate verkürzen. Das geht aber nicht von selbst. Vielmehr musst du die Verkürzung gemeinsam mit deinem Ausbildungsbetrieb beantragen. Anlaufstellen dafür sind die Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. Handwerkskammer (HWK) vor Ort.

Leistungen in der Ausbildung. Wenn dir die Ausbildung liegt, klappt es auch mit der Praxis und den Noten. Zeigst du sowohl im Unternehmen als auch in der Berufsschule gute Leistungen, dann ist auch eine Verkürzung möglich. Für eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung muss man allerdings auch einen Antrag stellen. Wichtig: Ausbildungsbetrieb und Berufsschule müssen dir deine guten Leistungen bescheinigen.

Unabhängig davon gibt es eine Mindestausbildungszeit: Beträgt die reguläre Ausbildungsdauer 3,5 Jahre, kann man sie maximal auf 24 Monate verkürzen, bei drei Jahren auf 18 Monate und bei zwei Jahren auf zwölf Monate.

Weitere Informationen dazu bei ­planet-beruf.de, dem Ausbildungsportal der Bundesagentur für Arbeit (BA).

 


19,6 Jahre – das ist das Durchschnitts­alter männlicher Azubis beim Abschluss eines Ausbildungsvertrags. Mädchen sind zwei Monate jünger.

Quelle: BiBB